Gesund und sportlich Leben im stressigen Alltag

Gesund und sportlich Leben im stressigen Alltag

Die Überschrift enthält eine Aussage und mehrere Fragen. Es geht um den Lebensstil - das ist die Kernaussage - also um eine grundsätzliche, nachhaltige und langfristige Ausrichtung.

Zu den Fragen gehört das "und" zwischen gesund und sportlich. Denn man könnte es mit Berechtigung auch durch ein "statt" und ein "oder" ersetzen. Will heißen: Gesund bedeutet nicht zwangsläufig sportlich und sportliche Aktivitäten können alle möglichen Attribute für sich in Anspruch nehmen, nur nicht dasjenige, gesund zu sein.

Aber was bedeutet eigentlich "gesund"? Freiheit von Krankheit selbstverständlich. Und jeder, der einmal von einer Grippe oder einer anderen ernsthaften Erkrankung in die Ecke geworfen wurde, weiß, wie köstlich diese Gesundheit ist. Aber diese Definition greift zu kurz, denn gesund bedeutet auch leistungsfähig, stressresistent, bedeutet eine Harmonie von Körper und Seele, die den Herausforderungen des Lebens mit Gelassenheit entgegenblicken kann.

Nur als Zwillinge zu haben

Um Sport zu treiben, muss man gesund sein. Um gesund zu sein, muss man aktiv leben. Das klingt nach einem Dilemma und bedeutet einfach nur eine Entscheidung. Man muss anfangen. Die wichtigste sportliche Übung ist stets der Kampf gegen den "inneren Schweinehund".


Der Schlüssel zur Gesundheit
Der Sieg über den inneren Schweinehund

Der Sieg über den "inneren Schweinehund" ist der Schlüssel zu einem gesünderen Leben und befähigt uns oft zu erstaunlichen Leistungen.

Tipps aus dem Klischee-Album

Sobald man sich der Frage nach einem gesunden Lebensstil nähert, wird es banal. Im Grunde ist alles gesagt und alles bekannt. Gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, weitgehender Verzicht auf Nikotin und Alkohol, Bewegung. Klingt gut, scheint schwer durchführbar, wenn man beispielsweise auf den Speiseplan einer Kantine angewiesen ist oder aus beruflichen Gründen eher zu Fast-Food und dem Koffeinnachschub aus dem Plastikbecher greifen muss. Aber auch hier können Sie schon die richtigen Entscheidungen treffen. Ein Apfel oder eine Banane lassen sich auch unterwegs verzehren und Mineralwasser ist ein vollwertiger Ersatz für den chemisch aufgepeppten Avocado-Brownie-Ziegenmilch-Kaffee.

Vitamine als Brausetablette
Vitamine als Brausetablette

Alternativ können Sie aber auch in sportlicher Hinsicht auf Nahrungsergänzungsmittel wie BCAA Kapseln, Magnesium oder andere Vitamine setzen. Diese verhindern den Gedanken, man hätte für die ausgewogene Ernährung keine oder lediglich zu wenig Zeit. Und wenn Sie sich dann noch entscheiden, den Weg vom Parkdeck zum Büro per pedes und unter Missachtung aller Aufzüge und Rolltreppen zurückzulegen, dann sind Sie eindeutig auf dem richtigen Pfad der Tugend. Bewegung bedeutet nicht zwangsläufig, im bunten Leibchen aus der Designerkollektion übers Laufband zu hecheln. Treppensteigen, Laufen oder die Nutzung einer der genialsten Erfindungen der Menschheit - bekannt als Fahrrad - bringen positive Effekte.


Fahrad fahren in der Dämmerung
Einfach mal das Auto stehen lassen und kleinere Besorgungen mit dem Fahrrad erledigen!

Wenn man es als Kalenderspruch formulieren will, könnte der lauten: Einmal am Tag ins Schwitzen kommen, einmal am Tag den Puls hochtreiben, einmal am Tag Hunger haben. Letztes als Hinweis darauf, dass permanente Nahrungsaufnahme nicht gut ist. Selbst wenn sie sich hinter Schokoriegeln oder Getränken verbirgt, in denen sich wiederum Unmengen an Zucker verstecken.

Die drei Säulen der sportlichen Aktivität

Treppensteigen gehört sicherlich zu einem aktiven Lebensstil, aber in diesem Fall ist das Ich-will-mehr-Prinzip unserer Gesellschaft durchaus lobenswert. Womit wir wieder beim Sport wären. Oder vielleicht sollte man lieber den herrlich altmodischen Begriff "Leibesübungen" wählen, der genau sagt, um was es geht. Sicherlich nicht darum, sich Schmerzmittel einzuwerfen, um den Volkslauf besser durchstehen zu können und sicherlich auch nicht um die Einnahme von Anabolika, zwecks besserer Muskel-Selfies.

Es geht schlicht darum, die eigene Leistungsfähigkeit zum Erhalt der Gesundheit unter akzeptablem Zeitaufwand erst zu steigern und dann auf dem angestrebten Niveau zu halten.

Den Weg dazu kann man in drei Kategorien einteilen:


  • Ausdauertraining,
  • Krafttraining,
  • Koordinationstraining
Drei Säulen der Gesundheit - Ausdauertraining
Drei Säulen der Gesundheit - Krafttraining
Drei Säulen der Gesundheit - Koordinationstraining

Die Aufzählung beinhaltet zugleich eine Bewertung. Sämtliche wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen samt einem großen Teil ihrer Varianten die größten und wichtigsten Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Die positiven Effekte greifen bis in die zellulare Ebene. Und die Feststellung, dass sportliche Aktivität das biologische Alter um 20 Jahre verzögert, kann schon ein wenig Schweiß wert sein. Denn tatsächlich geht es um zwei, besser drei Runden pro Woche durch den Park, jeweils von einer halben bis zu einer dreiviertel Stunde. Laufen ist die simpelste und effektivste sportliche Aktivität, man braucht nur ein Paar Schuhe, der Weg findet sich.

Aber trotzdem gibt es noch das tatsächliche Alter und hier verschiebt sich die Rangliste der sportlichen Aktivitäten etwas zugunsten des Krafttrainings. Bei zunehmendem Alter schwindet die Muskulatur, was auch unerwünschte hormonelle Auswirkungen nach sich zieht. Gezieltes Krafttraining wirkt dem entgegen und bringt damit den Hormonhaushalt wieder auf Trab. Fitness-Studios bieten mehr Möglichkeiten und stellen dem Anfänger bei Bedarf einen Trainer zur Seite. Ansonsten gibt es eine Vielzahl von Geräten für den Hausgebrauch, von dem guten alten Paar Hanteln bis zu veritablen Kraftmaschinen.

Die Koordinationsfähigkeit schließlich entwickelt sich schon dadurch, dass man das alte Federballspiel aus der Rumpelkammer holt, sich den Partner unter den Arm klemmt und an geeigneter Stelle loslegt. Im Zweifelsfall ist ein Sportverein diese geeignete Stelle und es darf auch ein Tennisball oder ein anderes Spielgerät sein.

Neben einer zunehmenden Geschicklichkeit im Umgang mit dem Schläger oder Ball zeigt sich ein weiterer Effekt, der ohne Zweifel gesundheitsfördernd ist: Der soziale Umgang in einer Sportgruppe, sei es bei der Seniorengymnastik oder bei einer Mannschaft mit ernsthafteren Ambitionen.

Die Wahl der sportlichen Aktivität bleibt also jedem selbst überlassen. Nur bei einer Sache bleibt Ihnen keine Wahl: Sie müssen endlich anfangen.


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