Wolframslinde


Wolframslinde

Als eine der ältesten Linden Deutschlands gilt die Wolframslinde in Ried bei Bad Kötzting im Bayerischen Wald. Sie soll der Legende nach über 1000 Jahre alt sein. Wahrscheinlicher ist ein Alter von bis zu 800 Jahren.

Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) hat einen Stammumfang von 13 Metern und eine Höhe von 14 Metern. Die Hauptkrone des Baumes wurde 1950 von Stürmen schwer beschädigt. Die Linde wurde im Jahr 1967 von dem „Baumchirurgen“ Michael Maurer behandelt und abgestützt, wodurch die bizarre und knorrige Linde für die Zukunft erhalten werden sollte. Dabei wurden Maßnahmen durchgeführt, die heute nicht mehr dem Stand des Wissens entsprechen. So wurde das morsche Stammholz bis ans gesunde Holz abgedexelt, wodurch – wie man heute weiß – der Befall mit Baumpilzen gefördert wird. Obwohl die Linde seit Jahrhunderten hohl ist und praktisch nur noch auf ihrer Rinde steht, ergrünt und erblüht sie alle Jahre wieder aufs Neue.

Den Namen erhielt der Baum erst in der Neuzeit nach dem mittelalterlichen Epiker Wolfram von Eschenbach, der um 1200 in seinem Parzival die nahe Burg am Haidstein als Aufenthaltsort einer geheimnisvollen Markgräfin nennt (Adela von Vohburg?).

Literatur

  • Stefan Kühn, Bernd Ullrich, Uwe Kühn: "Unsere 500 ältesten Bäume", Seite 272, BlV, München 2009, ISBN 978-3-8354-0376-5.
  • Michel Brunner: "Bedeutende Linden: 400 Baumriesen Deutschlands", Seite 72, Haupt, Bern 2007,ISBN 978-3-258-07248-7.

Siehe auch

Weblinks

Koordinaten: 49° 12′ 8,7″ N, 12° 49′ 27,6″ O

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