Vitalkapazität

Die Vitalkapazität ist eine Kenngröße für die Funktion der Lunge und wird in der Spirometrie benutzt. Es gibt Größen jeweils für die Einatmung (inspiratorische Vitalkapazität) und für die Ausatmung (exspiratorische Vitalkapazität). Die Atmung erfolgt dabei über ein Mundstück, die Atmung durch die Nase sollte durch eine Nasenklemme verhindert werden. Die Messgenauigkeit hängt neben physikalischen Faktoren, wie Luftdruck und Verwirbelungen, auch von der Mitarbeit des Probanden ab, der ja jeweils maximal ein- und ausatmen muss, was sicherlich subjektiv ist.

Man unterscheidet die statische Vitalkapazität, die nur das Luftvolumen der Lunge selbst betrachtet, und die dynamische Vitalkapazität, die den Gasfluss bei Ein- und Ausatmung mit berücksichtigt. Zu den statischen Kenngrößen zählen die exspiratorische und die inspiratorische Vitalkapazität. Zu den dynamischen Kenngrößen zählt die forcierte Vitalkapazität.

Die Sollwerte der Vitalkapazität sind abhängig von Geschlecht, Alter und Körpergröße. Man kann folgende Gleichung zugrundelegen: $ VC = \frac {g^3}{k} \cdot \left(1{,}03 - \frac{\mathrm{Alter}-25}{100}\cdot 0,75 \right) \quad \text{ (in Liter)} $ ,
wobei g die Körpergröße in Metern und das Alter in Jahren angegeben ist. k ist der geschlechtsspezifische Faktor (m = 1,0; f = 1,1).

Exspiratorische Vitalkapazität

Die exspiratorische Vitalkapazität ist die Luftmenge, die bei stärkster Anstrengung auf einmal ausgeatmet werden kann.

Die Messung erfolgt üblicherweise in drei Schritten:

  1. maximale Ausatmung
  2. langsame maximale Einatmung
  3. maximale Ausatmung zur Messung

Siehe auch

Lungenvolumen


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