Triricinolein

Strukturformel
Struktur von Tricinolein
Allgemeines
Name Triricinolein
Andere Namen
  • 2,3-bis[ [(E)-12-hydroxyoctadec-9-enoyl]oxy]propyl-(E)-12-hydroxyoctadec-9-enoat (IUPAC)
  • Propan-1,2,3-triyltris(12-hydroxyoctadec-9-enoat)
  • Glyceryltriricinoleat
Summenformel C57H104O9
CAS-Nummer 2540-54-7
Eigenschaften
Molare Masse 933,43 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
R- und S-Sätze R: nicht bekannt
S: nicht bekannt
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden


Triricinolein ist das Triglycerid der Rizinolsäure und mit einem Gehalt von 80–85 % der Hauptbestandteil des Rizinusöls, welches aus dem Samen des Wunderbaums (Ricinus communis) gewonnenen wird. Die Besonderheit dieses Pflanzenöls beruht auf der Rizinolsäure, die eine ungesättigte Fettsäure mit einer Hydroxygruppe ist.

Triricinolein ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Zubereitungen im Bereich Kosmetika mit rückfettender und geschmeidig machender Wirkung für Haut und Haar sowie zur Herstellung von technischen Produkten.

Die Gewinnung erfolgt ausschließlich aus dem Naturprodukt. Triricinolein kann jedoch nicht als reiner Stoff direkt aus Rizinusöl in wirtschaftlicher Weise abgetrennt werden. Es wird daher ein indirekter Weg gewählt: Nach Verseifung der Triglyceride des Rizinusöls wird die Ricinolsäure abgetrennt und gereinigt. Diese kann dann wiederum mit Glycerin zu chemisch reinen Mono-, Di- und Triricinolein verestert werden. In der Lebensmittelindustrie wird es als hochwirksamer Emulgator Polyglycerin-Polyricinoleat (PGPR, Lebensmittelzusatzstoff E 476) als Rheologiehilfsmittel bei der Schokoladenherstellung eingesetzt. PGPR kann als „polykondensiertes“ Triricinolein angesehen werden.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.

Literatur

  • Römpp Lexikon Chemie CD-ROM version 2.0

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