Ronsdorfer Anlagen

Die Ronsdorfer Anlagen sind ein privates Waldgelände, das sich im Besitz des gemeinnützigen Ronsdorfer Verschönerungsvereins befindet und von diesem unterhalten wird. Die Anlagen sind jederzeit und kostenfrei zugänglich.

Lage

Waldweg in den Ronsdorfer Anlagen
Auf den Rasenflächen sind Hunde nicht erlaubt
Parkbänke laden zur Rast im Schatten der Bäume ein

Die parkähnlichen Anlagen liegen im Norden des Wuppertaler Stadtteils Ronsdorf südlich der Parkstraße (der Landesstraße 419). Sie sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln unter anderem über die Bushaltestellen Ronsdorfer Anlagen, Erbschlöh und Parkstraße zu erreichen, die von der innerstädtischen Wuppertaler Buslinie 640 sowie (die zuletztgenannte) von den Schnellbuslinien CE 61, CE 62 und den Stadtbuslinien 620 und 630 angefahren werden. Parkplätze sind in der Nähe ausreichend vorhanden.

Geschichte

Am 6. September 1869 gründeten Bürger der damals selbstständigen Stadt Ronsdorf einen Verschönerungsverein, der es sich zum Ziel gemacht hatte, Waldgebiete im Norden von Ronsdorf durch die Anlage neuer Wege besser für Spaziergänger zu erschließen und zu "verschönern". Es wurden im Laufe der Jahre einzelne Waldgebiete von den Mitgliedern angekauft, bis im Jahr 1892 der Verein als eigenständige Körperschaft anerkannt wurde und die einzelnen Parzellen auf ihn übertragen werden konnten.

Im gleichen Jahr begannen auch die Arbeiten zur Errichtung des Abschnitts Toelleturm-Ronsdorf der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn, die durch die Anlagen führte. Die eingleisig ausgeführte sogenannte Waldstrecke verlief über knapp einen Kilometer durch die Anlagen; auf der heutigen Langen Wiese befand sich als Begegnungsabschnitt die Waldweiche. Auch wenn inzwischen alle Anlagen der meterspurigen Kleinbahn bzw. der späteren Straßenbahn abgebaut wurden, lässt sich die Trasse der Bahn noch bis heute erkennen.[1]

In den Jahren 1936/1937 wurde der nördliche Teil der Anlagen von den Nationalsozialisten enteignet, um hier einen Autobahnzubringer (die Parkstraße) zur heutigen A 1 zu errichten und das weiter nördlich gelegene Gebiet einem neuen Truppenübungsplatz zuzuschlagen. Nach Aufgabe des Standortes der Bundeswehr in Wuppertal bemüht sich der Verein dieses nördliche Gebiet wieder zurückzuerwerben.[2][3]

Die heutigen Anlagen

Die Anlagen haben in ihrer heutigen Ausdehnung eine Fläche von über 20 Hektar und ein mehrere Kilometer langes und engmaschiges Wegenetz mit zahlreichen Ruhebänken. Der Waldbestand besteht hauptsächlich aus Buchen und Eichen. Auf dem Gelände befinden sich unter anderem ein Spielplatz, ein Bolzplatz, eine Schutzhütte und zwei größere offene Flächen, die Lange Wiese und der Kaiserplatz.

Das Waldgelände ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet insbesondere für Spaziergänger und Jogger.

Weblink

 Commons: Ronsdorfer Anlagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Einzelnachweise

  1. Bilder von der Waldstrecke auf der privaten Homepage tramtracks.de
  2. Verschönerungsverein will Militärgelände zurück Westdeutsche Zeitung (online) vom 8. August 2011
  3. Das Wäldchen gehört bald wieder den Ronsdorfern Westdeutsche Zeitung vom 15. August 2011

51.2346497.2069880555556Koordinaten: 51° 14′ 5″ N, 7° 12′ 25″ O


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