Riojasaurus

Riojasaurus
Lebendrekonstruktion von Riojasaurus incertus

Lebendrekonstruktion von Riojasaurus incertus

Zeitraum
Obere Trias
216,5 bis 203,6 Mio. Jahre
Fundorte
  • Südamerika (Argentinien)
Systematik
Dinosaurier (Dinosauria)
Echsenbeckensaurier (Saurischia)
Sauropodomorpha
Plateosauria
Riojasauridae
Riojasaurus
Wissenschaftlicher Name
Riojasaurus
Bonaparte, 1967
Art
  • Riojasaurus incertus

Riojasaurus war ein pflanzenfressender Dinosaurier aus der Gruppe der Plateosauria. Er lebte in der oberen Trias und ist nach der argentinischen Provinz La Rioja benannt, wo erstmals seine Fossilien gefunden wurden.

Beschreibung

Riojasaurus erreichte eine Länge von sechs bis elf Metern und wog bis zu drei Tonnen. Der Hals und der Schwanz waren langgestreckt, der Kopf hingegen war klein. Die Gliedmaßen und die Knochen des Hüft- und Schultergürtels waren kräftig, die Wirbel hingegen hohl, wohl aus Gründen der Gewichtsersparnis. Die Hinterbeine waren etwas länger als die Vorderbeine, die Füße endeten jeweils in fünf bekrallten Zehen. Die Zähne waren gezackt und löffelförmig, vermutlich ernährte er sich von Araukarien und anderen Nadelholzgewächsen.

Aus dem Bau der Gliedmaßen und der Knöchel schließt man, dass sich Riojasaurus im Gegensatz zu anderen Prosauropoden ausschließlich auf allen vieren, das heißt quadruped, fortbewegen konnte.

Fossilfunde

Es wurden rund 20 Fossilien, darunter auch vollständige, sowohl von Jungtieren wie auch von Erwachsenen, in Argentinien gefunden. Die Erstbeschreibung erfolgte durch den südamerikanischen Paläontologen José Bonaparte im Jahr 1969.

Literatur

  • Wilfried Westheide und Reinhard Rieger: Spezielle Zoologie Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart Jena & New York 2003. ISBN 3-8274-0900-4
  • J.F. Bonaparte (1967) Dos nuevas „faunas“ de reptiles triásicos de Argentina. Ameghiniana 10(1): 89-102.
  • J.F. Bonaparte & J.A. Pumares (1995) Notas sobre el primer craneo de Riojasaurus incertus (Dinosauria, Prosauropoda, Melanorosauridae) del Triasico Superios de La Rioja, Argentina. Ameghiniana 32(4): 341-349.

Weblinks

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