Rekurrensparese

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Klassifikation nach ICD-10
G52.2 Krankheiten des N. vagus [X. Hirnnerv]
J38.0 Lähmung der Stimmlippen und des Kehlkopfes
ICD-10 online (WHO-Version 2011)
Recurrensparese in der PET/CT-Darstellung: Durch den ausgedehnten Bronchialtumor wird die Funktion des Recurrens gestört, wodurch das betroffene Stimmband inaktiv wird und kein FDG anreichert.

Rekurrensparese ist der medizinische Begriff für eine Schädigung des Nervs Nervus laryngeus recurrens, der die Bewegungsanweisungen für die inneren Kehlkopfmuskeln vom Gehirn zum Kehlkopf bringt und so vor allem für die Stimmgebung wichtig ist.

Der Nervus laryngeus recurrens hat seinen Namen aufgrund seines anatomischen Verlaufes: er entspringt im Hals aus dem Nervus vagus (10. Hirnnerv), zieht rechts bis an die Grenze zum Brustkorb und links bis hinein in den Brustkorb, wendet sich dann um eine Arterie und zieht dann den Hals zurück (lateinisch recurrere) hinauf. Seine Funktion ist einerseits die Leitung von Nervensignalen an die Muskulatur, die eine Regulation der Stimmband- bzw. Stimmlippenspannung und damit die Stimme und Sprache ermöglichen, und andererseits die Leitung von Nervensignalen aus der Schleimhaut des Kehlkopfes, der Luft- und Speiseröhre an das Gehirn.

Eine Schädigung des Nervs äußert sich daher in einer Heiserkeit als Folge einer verschlechterten Beweglichkeit des Stimmbandes/der Stimmlippe. Tritt eine solche Schädigung auf beiden Seiten auf, so stören die Stimmlippen den Fluss der Atemluft und es kann Atemnot auftreten.

Da der Nerv in direkter Nachbarschaft zur Schilddrüse verläuft, werden die häufigsten Schädigungen bei Schilddrüsen- oder Halsoperationen beobachtet. Um eine Schädigung zu vermeiden, wird während dieser Operation der Nerv gezielt aufgesucht, besser noch ist ein Neuromonitoring, bei dem mittels der Messung von elektrischen Muskelimpulsen schon kleinste Irritationen des Nerven sichtbar gemacht werden.

Aufgrund des hohen Gefährdungspotentials bei Halsoperationen wird regelmäßig nach der Operation eine Untersuchung der Stimmbandbeweglichkeit durch einen HNO-Arzt oder Phoniater durchgeführt.

Neben Schilddrüsenoperationen gibt es eine Vielzahl von möglichen Ursachen wie Herzoperationen, Bandscheibenoperationen der Halswirbelsäule, Tumoren der Schilddrüse, der Lungenoberlappen, der Speiseröhre oder anderer Organe sowie Nervenschädigungen nach schweren Virusinfekten.

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