Pseudomonadaceae

Die Pseudomonadaceae bilden eine Familie innerhalb der Gammaproteobakterien. Die Vertreter dieser Familie sind, wie alle Proteobakterien gramnegativ. Es handelt sich um aerobe Bakterien, sie benötigen Sauerstoff um zu wachsen.

Innerhalb dieser Familie ist die Gattung Pseudomonas sehr artenreich und enthält Bakterien von ökologischer und medizinischer Bedeutung. Arten wie Pseudomonas aeruginosa können für Menschen mit geschwächten Immunsystem gefährlich sein, Unterarten von Pseudomonas syringae verursachen die Tuberkelkrankheit beim Olivenbaum.

Stoffwechsel

Arten dieser auch als "Pseudomonaden" bezeichneter Familie nutzen viele verschiedene Stoffe als Nahrung, allerdings sind sie nicht in der Lage Stoffe durch Fermentation abzubauen (sogenannte Nichtfermentierer oder Nonfermenter). Der Entner-Doudoroff-Weg ist ein typischer Stoffwechselweg dieser Gruppe. Die Gattungen Azotobacter und Azomonas sind außerdem in der Lage Stickstoff (N2) aufzunehmen und zur Proteinsynthese zu nutzen. Hierbei zählen sie zu den freilebenden Stickstofffixierern. Entgegen einigen anderen N2-fixierenden Bakterien (wie z.B. die Knöllchenbakterien) sind sie dazu nicht auf eine Symbiose mit Pflanzen angewiesen.

Systematik

Folgende Gattungen werden zu der Familie Pseudomadaceae gestellt[1]:

  • Azomonas Winogradsky 1938
  • Azorhizophilus Thompson & Skerman 1981
  • Azotobacter Beijerinck 1901
  • Cellvibrio (Winogradsky 1929) Blackall et al. 1986
  • Mesophilobacter Nishimura et al. 1989
  • Pseudomonas Migula 1894
  • Rhizobacter Goto & Kuwata 1988
  • Rugamonas Austin & Moss 1987
  • Serpens Goto & Kuwata 1988

Die Gattungen Azotobacter, Azorhizophilus und Azomonas werden auch in der Azotobacter-Gruppe (Azotobacter group) zusammengefasst[2]. Weiterhin werden Azotobacter und Azomonas von einigen Autoren in eine eigene Familie, die Azotobacteraceae gestellt (auch mit i geschrieben: Azotobacteriaceae).

Quellen

  1. J.P. Euzéby: List of Prokaryotic names with Standing in NomenclatureFamilie Pseudomonadaceae (Stand: 4. Januar 2013)
  2. NCBI

Literatur

  • Michael T. Madigan, John M. Martinko, Jack Parker: Brock - Mikrobiologie. 11. Auflage. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8274-0566-1

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