Phialidus

Schematische Darstellung eines Aspergillus-Konidienträgers

Ein Phialidus (Plural: Phialiden) ist eine flaschenförmige konidiogene Zelle bei manchen Schlauchpilzen (Ascomycota).

Die Phialiden wachsen als kegelförmige Auswüchse am verdickten Ende des Konidiophors (Vesikel). Ihre Länge ist konstant. Die erste Konidie entsteht enteroblasitisch im Phialidus, nach dem Abschnüren der Konidie verbleibt ein Riss in der äußeren Zellwand, der Kragen oder Colarette. Ist der Riss mehr als eine Konidienlänge vom konidiogenen Ort entfernt, entstehen die Konidien fortan endogen. Oft haftet am Ende der Phialiden eine längere Konidienkette.

Bei einigen Schlauchpilzen, wie verschiedenen Gießkannenschimmeln (Aspergillus), stehen die Phialiden in mehreren Lagen übereinander. In diesem Fall werden die Phialiden der unteren Schicht primäre Phialiden oder Prophialidus genannt. Die oberen Phialiden heißen sekundäre Phialiden.

Quellen

  •  Heinrich Dörfelt, Gottfried Jetschke (Hrsg.): Wörterbuch der Mykologie. 2. Auflage. Spektrum, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-0920-9, S. 238.
  •  Kenneth B. Raper, Dorothy I. Fennel: The Genus Aspergillus. Williams & Wilkins, Baltimore 1965, S. 23f.

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