Interarytenoidpachydermie

Unter einer Interaryt(a)enoidpachydermie versteht man eine Verdickung (altgr. παχύς dick) der Kehlkopfschleimhaut (altgr. δέρμα Haut) zwischen den Stellknorpeln (lat. Cartilagines aryt(a)enoideae) an der Innenseite der Hinterwand des Kehlkopfes.

Die Ursache dieser seltenen Veränderung, die nur bei Erwachsenen auftritt, ist unbekannt. Das Epithel der Kehlkopfschleimhaut ist dabei im genannten Bereich stark verdickt, weißlich und deutlich gerunzelt, wie mit kleinen Wärzchen bedeckt. Bei der Phonation (Stimmbildung) wölbt sich die verdickte Schleimhaut gelegentlich hahnenkammartig vor (Hahnenkamm nach Laurens).

Die bei der Spiegeluntersuchung des Kehlkopfes deutlich sichtbare Veränderung bedarf keiner speziellen Behandlung. Krebsige Entartungen entstehen in diesem Bereich praktisch nie, zudem besteht bei operativen Eingriffen in diesem Bereich die Gefahr einer narbigen Behinderung der Stimmbandbeweglichkeit.

Literatur

  • Kleinsasser O.: Mikrolaryngoskopie und endolaryngeale Mikrochirurgie. Technik und typische Befunde. Schattauer, 1998.
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