Horst Mittelstaedt

Horst Mittelstaedt (* 28. April 1923 in Neumünster) ist ein deutscher Biologe und Kybernetiker. Zusammen mit Erich von Holst beschrieb er im Jahre 1950 erstmals das Reafferenzprinzip.

Leben

Horst Mittelstaedt wirkte bis zu dessen Auflösung 1999 am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen. Von 1960 bis 1991 leitete er dort eine eigene Abteilung.[1] Gleichzeitig und bis zu seiner Emeritierung am 30. September 2004 war Mittelstaedt Honorarprofessor des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik der Technischen Universität München.[2]

Der wissenschaftliche Schwerpunkt Mittelstaedts liegt auf den Prinzipien und Mechanismen der Nachrichtenverarbeitung im Organismus und der kybernetischen Verhaltensanalyse. Er hat sich dabei insbesondere mit Navigationsleistungen von Tieren und der Regulation des Gleichgewichts bei Tieren und Menschen (subjektive Vertikale) befasst.

Schriften

  • mit E. v. Holst: Das Reafferenzprinzip. In: Naturwissenschaften. Band 37, Nr. 20, 1950, S. 464–476, doi:10.1007/BF00622503
  • Einführung in die Kybernetik des Verhaltens am Beispiel der Orientierung im Raum. In: W. Hoppe, W. Lohmann, H. Markl, H. Ziegler (Hrsg.): Biophysik. 2. Auflage. Springer, Berlin, Heidelberg, New York 1982, ISBN 3-540-11335-5.
  • The Information Processing Structure of the Subjective Vertical. A Cybernetic Bridge between its Psychophysics and its Neurobiology. In: H. Marko, G. Hauske, A. Struppler (Hrsg.): Processing Structures for Perception and Action: Final Report of the Sonderforschungsbereich „Kybernetik“ 1969–1983. VCH, Weinheim, New York, Cambridge, Basel 1988, ISBN 3-527-27705-6, S. 217–263.

Weblinks

Einzelnachweise