Große Klettertrompete

Große Klettertrompete
Große Trompetenblume (Campsis x tagliabuana)

Große Trompetenblume (Campsis x tagliabuana)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae)
Gattung: Trompetenblumen (Campsis)
Art: Große Klettertrompete
Wissenschaftlicher Name
Campsis × tagliabuana
(Vis.) Rehder
Staubgefäße
Kapselfrucht

Die Große Klettertrompete oder Hybrid-Klettertrompete (Campsis × tagliabuana, Syn.: Tecoma tagliabuana Vis.) ist die Hybride der beiden Trompetenblumen-Arten Amerikanische Klettertrompete (Campsis radicans) und Chinesische Klettertrompete (Campsis grandiflora).

Beschreibung

Die Große Klettertrompete ist eine sommergrüne, strauchige Liane. Mit Hilfe ihrer Haftwurzeln erreicht sie Höhen von 4–10 Metern.

Die gegenständigen Laubblätter sind anfangs hellgrün, später kräftig mittelgrün. Sie sind unpaarig gefiedert mit 7 bis 11 am Rand gesägten, lang zugespitzten Blättchen.

Von Juni bis September erscheinen die trompetenförmigen, schwach zygomorphen Blüten in Büscheln an den Enden der einjährigen Triebe. Die vorwiegend orange- bis ziegelroten, zwittrigen Blüten bestehen aus fünf glockenförmig miteinander verwachsenen, etwas fleischigen Kelchblättern und fünf trichterförmig verwachsenen Kronblättern. Sie besitzen zwei längere und zwei kürzere, gebogene Staubblätter. Der oberständige Fruchtknoten ist von einem reichlich Nektar produzierenden Diskus umgeben.

Die Bestäubung erfolgt je nach Standort durch Kolibris, Bienen und Hummeln. Es werden Kapselfrüchte gebildet, die zahlreiche geflügelte Samen enthalten.

Standort und Nutzung

Die Große Klettertrompete bevorzugt sehr warme, sonnige bis halbsonnige Standorte mit gleichmäßig feuchtem Untergrund ohne Staunässe. Sie gedeiht sowohl auf sandigem als auch lehmigem Untergrund mit einem pH-Wert von 6,1 bis 7,8.

Diese Hybride verträgt Minustemperaturen bis ungefähr −17 °C. Damit ist sie frostempfindlicher als die Amerikanische Klettertrompete und benötigt daher unter Umständen Winterschutz.

Als Zierpflanze wird sie vor allem ihrer dekorativen Blüten wegen zur Hausbegrünung an West- und Südwänden sowie an Mauern eingesetzt.

Botanische Geschichte

Campsis × tagliabuana ist eine in Kultur entstandene Hybride, die vermutlich erstmals um 1850 in den Gärten des Fürsten von Litta in Lainate auffiel. Der Erstbeschreiber Roberto de Visiani ehrte mit dem Artepitheton die Gärtner Alberto Linneo Tagliabue und Carlo Tagliabue, „zwei um die Gartenkultur höchst verdiente Brüder“[1], von denen er die Pflanze erhalten hatte.

Sortenauswahl

  • 'Coccinea'
  • 'Takarazuka Gold'
  • 'Indian Summer'
  • 'Madame Galen'

Quellen

Einzelnachweise

  1. Visiani, R. (1859) Recensio altera plantarum minus cognitarum quas hortus patavinus colit. Atti dell' I.R. Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Ser. III, 4: 135.

Weitere Literatur

  •  Ehrhardt, Götz, Bödeker, Seybold: Zander: Handwörterbuch der Pflanzennamen, 17. Auflage. Ulmer-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3573-6.
  •  Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica: Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Tandem Verlag, 2003, ISBN 3-8331-1600-5.
  • G. López Gónzales: Los arboles y arbustos de la Península Ibérica e Islas Baleares, Bd. 2. Mundi Prensa Libros S.A., 2001, ISBN 84-7114-953-2.

Weblinks

 Commons: Campsis × tagliabuana – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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