Gekröse

Als Gekröse wird eine Bauchfellfalte an einem inneren Organ bezeichnet, die in der Regel als Aufhängeband fungiert und das Organ mit der Leibeswand verbindet.

Entsprechend der Organbeteiligung wird das Gekröse unterteilt in das

  • Mesenterium ist der Oberbegriff für das Aufhängeband des Darms. In der Human- und Veterinäranatomie wird der Begriff auch einschränkend speziell für das Gekröse des Dünndarms, genauer des Jejunum (Mesojejunum) und Ileum (Mesoileum) verwendet.
  • Mesocolon: das Aufhängeband des Dickdarms
  • Mesogastrium: der embryonalen Aufhängeapparat des Magens, unterteilt in vorderes und hinteres Mesogastrium (in der Tieranatomie Mesogastrium dorsale und ventrale).
  • Mesovarium: den Aufhängeapparat des Eierstocks
  • Mesosalpinx: jenen des Eileiters
  • Mesometrium: die Bauchfellduplikatur beidseits der Gebärmutter

Die Bauchfellduplikaturen um die inneren weiblichen Geschlechtsorgane – Mesovar, Mesosalpinx und Mesometrium – werden auch als Ligamentum latum uteri zusammengefasst.

Der Bauchfellüberzug der Hoden und Nebenhoden stellt insofern eine Besonderheit dar, als er mit dem Hodenabstieg seine physiologische Verbindung mit der Leibeshöhle verliert.

Umgangssprachlich wird das Wort Gekröse auch synonym für Innereien gebraucht, heute meist negativ oder ekelhaft konnotiert.

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