Fischtest


Eine Goldorfe

Als Fischtest werden verschiedene Untersuchungen von Schadstoffen in Gewässern bzw. wässrigen Medien bezeichnet.

Abwassertoxizität

Der Fischtest nach DIN 38412-L31, auch bekannt als Goldorfentest, ist ein Test für die Toxizität von Abwässern. Dieser Biotest wird mit Goldorfen, einer Zuchtform des Alands (Leuciscus idus) durchgeführt. Der Tierversuch hat zum Ziel, festzustellen, ab welcher Verdünnung des Abwassers alle Tiere 48 Stunden überleben. Das Ergebnis ist der kleinste ganzzahlige Wert der Verdünnungsstufe des Abwassers (GF Wert). Er war bis zum Frühjahr des Jahres 2004 für die Feststellung der Fischgiftigkeit von Abwässern in der Abwasserverordnung vorgeschrieben und wurde am 1. Januar 2005 (auch zu Zwecken der Gebührenerhebung laut Abwasserabgabengesetz) durch den Fischeitest ersetzt. Hierbei kommen Eier des Zebrabärblings zum Einsatz, der ermittelte Wert wird als GEi bezeichnet.

Gewässerüberwachung

Im Kerren-Strömungsfischtest (1971) müssen Goldorfen gegen eine in periodischen Abständen erzeugte Strömung schwimmen und dabei automatisch überwacht werden. Sind die Fische (durch Schadstoffe) derartig geschwächt, dass sie ihre Schwimmposition nicht mehr halten können, so werden sie von der Strömung mitgerissen. Häufen sich die Fehlermeldungen durch das Abtreiben der Goldorfen, so wird ein Alarm ausgelöst. Der Strömungsfischtest wurde seit 1972 in mehreren Gewässern in Deutschland zur Überwachung eingesetzt und schrittweise vom dynamischen Daphnientest abgelöst. Heute ist er aus Gründen des Tierschutzes sowie seiner geringen Empfindlichkeit in Deutschland nicht mehr zugelassen.

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