Einbindiger Traubenwickler

Einbindiger Traubenwickler
Illustration aus dem Nordisk familjebok

Illustration aus dem Nordisk familjebok

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Wickler (Tortricidae)
Unterfamilie: Tortricinae
Gattung: Eupoecilia
Art: Einbindiger Traubenwickler
Wissenschaftlicher Name
Eupoecilia ambiguella
Hübner, 1796

Der Einbindige Traubenwickler (Eupoecilia ambiguella) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Wickler (Tortricidae).

Merkmale

Der Einbindige Traubenwickler hat einen sechs bis sieben Millimeter großen Körper mit einer Flügelspannweite von 12 bis 14 Millimeter. Die Flügel sind strohgelb mit schwarzbraunem Querband.

Verbreitung

Der Einbindige Traubenwickler ist in Europa weit verbreitet. Er ist auch in China und Japan anzutreffen.[1]

Lebensweise

Flugzeit

Die Flugzeit dauert pro Generation etwa zwei bis fünf Wochen mit deutlichem Flughöhepunkt (im Gegensatz zum Bekreuzten Traubenwickler). Der Flug, die Paarung und Eiablage finden vor allem in den Abendstunden statt.

  1. Generation (Heuwurm) Ende April/Anfang Mai
  2. Generation (Sauerwurm) Ende Juni/Mitte Juli

Verhalten

Der Einbindige Traubenwickler ist weniger wärmebedürftig als der Bekreuzte Traubenwickler und kommt auch in nördlichen Weinanbaugebieten vor. Er bildet zwei Generationen im Jahr, die nach den Raupen in Heuwurm und Sauerwurm unterschieden werden.

Die Puppen des Traubenwicklers überwintern unter der Borke des Rebstockes oder auf anderen Wirtspflanzen. Aus den Puppen schlüpfen Ende April/Anfang Mai die Tiere der ersten Generation.

Schadwirkung

Der Einbindige Traubenwickler gilt ebenso wie der Bekreuzte Traubenwickler als Schädling im Weinbau. Die Larven beider Wickler befallen die Blüten und Trauben und mindern dadurch den Ertrag. Befallene Trauben sind auch anfälliger für Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea). Bekämpft wird der Traubenwickler mit Insektiziden, die oft präventiv eingesetzt werden. Alternativ wird die Populationsgröße mit Pheromonfallen bestimmt und dann der Befall gezielt mit Gifteinsatz bekämpft. Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt man auf die Verwirrmethode und verschiedene natürliche Feinde.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Lepidoptera and some other life forms. Markku Savela, abgerufen am 22.01.

Weblinks

 Commons: Eupoecilia ambiguella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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