Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung
(DGK)
Zweck: Medizinische Fachgesellschaft für Kardiologie
Vorsitz: Georg Ertl
Gründungsdatum: 3. Juni 1927
Mitgliederzahl: mehr als 8000
Sitz: Bad Nauheim
Website: dgk.org

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Bad Nauheim und Geschäftsstelle in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und Kongressen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. Die DGK ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Sie verzeichnet seit Jahren wachsende Mitgliederzahlen: Kardiologen aus Hochschulen und nicht-universitären Einrichtungen, niedergelassene Kardiologen, Kinderkardiologen, Herzchirurgen, kardiologisch-theoretisch tätige Wissenschaftler, Internisten, Pharmakologen, Physiologen, Pathologen, und Biologen.

Kongresse, Jahrestagungen, Tätigkeit

Jährlich veranstaltet die DGK zwei große Kongresse, zum einen die Jahrestagung, die immer in der Woche nach Ostern in Mannheim stattfindet, zum anderen die Herbsttagung, die in Verbindung mit der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie im Oktober an wechselnden Orten stattfindet. Im Gegensatz zur stark wissenschaftlich ausgerichteten Jahrestagung hat die Herbsttagung mehr Fortbildungscharakter auf hohem Niveau.

Die DGK erstellt und überarbeitet in regelmäßigen Abständen Leitlinien zu kardiovaskulären Erkrankungen und aktuellen Themen der Herz- und Kreislaufforschung. Sie verleiht Preise und Stipendien, die von ihr selbst wie auch von Firmen und privaten Stiftern finanziert werden. Das Volumen dieser Preisgelder liegt derzeit bei etwa 400.000 Euro pro Jahr. Erwähnt seien die Carl-Ludwig-Ehrenmedaille, der Albert-Fraenkel-Preis, der Preis für Wissenschaftsjournalismus, der Rudolf-Thauer-Posterpreis und der Hans-Jürgen-Bretschneider-Posterpreis. Eine besonders erfolgreiche Tochter der DGK ist die Weiter- und Fortbildungs-Akademie „Kardiologie“, die 2001 gegründet wurde und bundesweit zahlreiche Fortbildungskurse anbietet.

Anlässlich des Welt-Kardiologenkongresses 1950 in Paris wurde die Gesellschaft Mitglied der International Society and Federation of Cardiology (ISFC) und anlässlich des Europäischen Kardiologenkongresses 1952 in London Mitglied der European Society of Cardiology (ESC). Die Gesellschaft ist außerdem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und der European Society of Cardiology (E.S.C.).

Geschichte

Als „Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung“ wurde die DGK am 3. Juni 1927 in Bad Nauheim gegründet und ist damit die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Initiatoren waren die Professoren Bruno Kisch (Köln) und Arthur Weber (Bad Nauheim) – unterstützt von Franz Maximilian Groedel (Bad Nauheim, später New York), der 1949 das American College of Cardiology (ACC) mitbegründete. Von 1949 an nannte sich die Gesellschaft „Deutsche Gesellschaft für Herz- und Kreislaufforschung“, seit 1994 firmiert sie unter dem heutigen Namen.

Der erste Kongress der Gesellschaft wurde 1928 in Köln veranstaltet. Von da an fanden bis 1941 jährlich Tagungen an verschiedenen Orten statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die erste Tagung der Gesellschaft 1949 – und von da ab jährlich – in Bad Nauheim statt. Erst 1982, als die Räumlichkeiten wegen der gestiegenen Mitgliederzahl und der Ausweitung der wissenschaftlichen Sitzungen zu beengt waren, entschloss man sich, die Jahrestagung nach Mannheim zu verlegen.

Zeitschriften

Zeitschriften der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung sind

  • Basic Research in Cardiology,
  • Clinical Research in Cardiology,
  • Der Kardiologe,
  • Herzschrittmacher + Elektrophysiologie,
  • Cardio News.

Persönlichkeiten

  • Franz Loogen, Präsident ab 1975

Weblinks


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