Chondrosteidae

Chondrosteidae
Chondrosteus acipenseroides, Fossil im Teylers Museum, Haarlem.

Chondrosteus acipenseroides, Fossil im Teylers Museum, Haarlem.

Zeitraum
Unterjura bis Unterkreide


Fundorte
  • Europa
  • Zentralasien
Systematik
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Knorpelganoide (Chondrostei)
Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)
Familie: Chondrosteidae
Wissenschaftlicher Name
Chondrosteidae
Egerton, 1858

Die Chondrosteidae sind eine Familie ausgestorbener primitiver Knochenfische aus der Ordnung der Störartigen (Acipenseriformes). Es sind nur zwei sichere Gattungen bekannt, Chondrosteus aus dem Unterjura von Europa und Strongylosteus aus der Unterkreide von Zentralasien. Bei einer weitere Gattung, dem 5 Meter langen Gyrosteus aus dem Jura von England, könnte es sich ebenfalls um einen Chondrosteiden handeln.

Merkmale

Die Chondrosteidae waren mittelgroße bis sehr große Fische (0,5 bis 3 Meter), die einen plumperen, gedrungeneren Körper als heutige Störartige hatten. Bis auf den Schwanzstiel und den oberen Lobus der heterocerken Schwanzflosse war ihr Körper unbeschuppt. Der untere Schwanzflossenlobus war relativ groß und breiter als der obere. Der Kopf war breit, das Rostrum etwas verlängert und zugespitzt. Das Maul war unterständig. Rücken-, Bauch- und Afterflosse saßen in der hinteren Körperhälfte, die Afterflosse noch schräg hinter der Rückenflosse.

Systematik

Die Chondrosteidae sind die primitivere fossile Schwestergruppe aller rezenten Störartigen [1].

Literatur

Einzelnachweise

  1. Michael J. Benton: Paläontologie der Wirbeltiere. Seite 187, 2007, ISBN 3-89937-072-4

Weblinks


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