Cauda equina

Cauda equina (3)

Die Cauda equina (lat. Pferdeschwanz) ist eine anatomische Struktur des Menschen, die sich innerhalb der Wirbelsäule in einem Sack aus harter Hirnhaut (Dura mater) und der dieser innen anliegenden Arachnoidea mater befindet.

Lage

Die Cauda equina erstreckt sich vom unteren Ende des Rückenmarks (bei Erwachsenen in etwa auf Höhe des ersten Lendenwirbels) bis zum Kreuzbein. Es handelt sich dabei um pferdeschweifartig angeordnete Nervenwurzeln, die in dem mit Liquor cerebrospinalis gefüllten und im Duralsack liegenden Subarachnoidalraum verlaufen, bis sie die Wirbelsäule in verschiedenen Höhen seitlich durch Zwischenwirbellöcher verlassen.

Entwicklung

Im zweiten Entwicklungsmonat wird der Wirbelkanal durch das Rückenmark auf voller Länge ausgefüllt. Die Nervenwurzeln verlassen das Rückenmark und die Wirbelsäule in etwa auf identischer Höhe. Im dritten Monat verlangsamt sich das Wachstum des Rückenmarks und bleibt gegenüber dem Wachstum der Wirbelsäule zurück. Dadurch bedingt tritt eine relative Verschiebung des Rückenmarks schädelwärts (kranial) auf, dies nennt man Ascensus. Dies hat zur Folge, dass die Nervenwurzeln einen dem Ausmaß des Ascensus entsprechenden Weg innerhalb des Wirbelkanals verlaufen müssen, bevor sie die Wirbelsäule verlassen, da sie ihre Verbindung zu Rückenmark und Wirbelsäule behalten. Im sechsten Entwicklungsmonat reicht das Ende des Rückenmarks bis zu den Sakralwirbeln, bei der Geburt steht es allerdings in Höhe des dritten Lendenwirbels, bei Erwachsenen in Höhe des ersten bis zweiten Lendenwirbels.

Erkrankungen

Neurologische Erkrankungen, die mit einer Schädigung der Cauda equina einhergehen, bezeichnet man als Cauda-equina-Syndrom. Auch ältere Haushunde mittelgroßer und großer Rassen sind häufig von dieser Erkrankung betroffen (→ Cauda-equina-Syndrom der Hunde).

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