| System | Serie | Stufe | ≈ Alter (mya) |
|---|---|---|---|
| Quartär | Holozän | Holozän | 0,0117–0 |
| Pleistozän | Jungpleistozän (Tarantium) | 0,126–0,0117 | |
| Mittelpleistozän (Ionium) | 0,781–0,126 | ||
| Altpleistozän (Calabrium) | 1,806–0,781 | ||
| Gelasium | 2,588–1,806 | ||
| tiefer | tiefer | tiefer | älter |
Das Mittelpleistozän (auch Mittleres Pleistozän, oder inoffizielle Stufe Ionium) ist ein Abschnitt der erdgeschichtlichen Epoche des Pleistozän. Es begann vor etwa 781.000 (+/- 50.000) Jahren und endete vor etwa 127.000/ 126.000 Jahren mit dem Beginn des Jungpleistozäns.
Derzeit wird vorgeschlagen, das Mittelpleistozän als „Ionium“ zu bezeichnen (nach dem Ionischen Meer, wo die Schichten dieser Stufe eingehend untersucht wurden)[1]. Ein Global Stratotype Section and Point (GSSP; entspricht etwa einem Typprofil) wurde bisher noch nicht festgelegt. Als GSSP vorgeschlagen wurden für die Grenze Mittel-/Jungpleistozän die Bohrung im Flughafen Amsterdam (Eem-Warmzeit auf Drenthe-Grundmoräne, Datierung ca. 127.000 vor heute) sowie als ergänzender Stratotyp der Tagebau Gröbern (Sachsen-Anhalt), wo ebenfalls eine Eem-Beckenfazies direkt auf der Drenthe-Grundmoräne liegt.[2]
Die Basis der Stufe wird durch die Brunhes-Matuyama-Umkehr des Erdmagnetfeldes definiert. Die obere Grenze ist die Basis der Eem-Warmzeit, die auch mit der Basis der marinen Isotopenstufe 5e korrespondiert.
Den Vereisungen Nordeuropas während der Saalekaltzeit entspricht in den Alpen die Riss-Eiszeit. Die Elsterkaltzeit korreliert zeitlich mit den Vergletscherungen der Mindel-Eiszeit in den Alpen.